Die Leitstelle

Kommunikation ist alles


Ein aktueller Leitstellenplatz

In der Hauptfeuerwache an der Stixchesstraße befindet sich die integrierte Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen. Hier kommen alle Notrufe über die Rufnummer 112 und 19222 aus dem Stadtgebiet Leverkusen an und werden von speziell ausgebildeten Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr an einem der insgesamt fünf computergestützten Arbeitsplätze entgegengenommen. Alle Beamten in der Leitstelle sind nicht nur Feuerwehrbeamte, sondern auch Rettungsassistenten. Medizinische Notfälle, wie ein Herzinfarkt, Atemnot oder ein Schlaganfall können dadurch – auch wenn die Meldenden vielfach aufgeregt sind und unter Stress stehen – rasch erkannt werden, um so die richtige Hilfe schnell zum Notfallort zu schicken.

Auch der Krankentransport der Stadt Leverkusen, also der Transport von Patienten die nicht akut lebensbedrohlich erkrankt sind, wird von der Leitstelle koordiniert. Der Krankentransport der Stadt Leverkusen ist telefonisch unter der Rufnummer 0214/76666 erreichbar.

Weitere Aufgaben sind:

  • Führen des Bettennachweises der Krankenhäuser in Leverkusen
  • Planung von Intensivverlegungen von Krankenhaus zu Krankenhaus
  • Finden von geeigneten Spezialkliniken bei besonderen Notfällen (z. B. Verbrennungen)
  • Alarmierung von Spezialeinheiten des Katastrophenschutzes bei vielen Verletzten

Im Bereich Brandschutz und technische Hilfe alarmiert der Mitarbeiter der Leitstelle aufgrund der Notfallmeldung und der daraus eingeschätzten Situation die entsprechenden Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Grundlage dafür ist die vorhandene Einsatzerfahrung der Leitstellenmitarbeiter, da Sie auch im Einsatzdienst tätig sind.

Die fünf "W"

Für die Einschätzung des Notrufes sind die bekannten W-Fragen auch in der Leitstelle von großer Wichtigkeit:

  • Wo ist das Ereignis?
  • Was ist passiert / was brennt?
  • Wie viele Verletzte werden vermutet?
  • Wer meldet ?
  • Warten auf Rückfragen


Historisches Foto der Leitstelle
mit Blick in die Fahrzeughalle

Kommt es dann zu einem Einsatz werden von den Einsatzkräften vor Ort alle Rückmeldungen dokumentiert, ggf. weitere Einsatzkräfte herangeführt und Meldungen an andere Fachbereiche oder Behörden abgegeben oder von diesen entgegengenommen.

Die Leitstelle Leverkusen ist alarmierende Leitstelle für die „MoFüSt-Rheinland“. Bei einer Anforderung stellt die Leitstelle dann Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Regierungsbezirk Köln zusammen, die bei größeren Schadenslagen, auch über die NRW-Grenzen, hinaus zum Einsatz kommen. So zum Beispiel beim Hochwasser in Magdeburg 2013. Für den Landkreis Mettmann ist die Leitstelle Leverkusen als Redundanzleitstelle benannt. Kommt es dort, z. B. aufgrund einer technischen Störung, zum Ausfall der „112“ wird der Notruf in der Leitstelle Leverkusen entgegengenommen, der Einsatz erfasst und an die Kreisleitstelle Mettmann übermittelt.

Auf jeder der drei Wachabteilungen sind im Durchschnitt 11 Beamte neben ihrer Qualifikation zum Gruppenführer für den Dienst in der Leitstelle ausgebildet und überwiegend im Wechsel mit Funktionen in der Wache eingesetzt. Im 24-Stunden-Dienst werden eine Lagedienstführerfunktion, 3 Disponenten und der Fahrer des ELW als Führungsassistent des B-Dienstes besetzt. Die Arbeit in der Leitstelle wird durch ein modernes Computersystem (CELIOS) unterstützt. Auf vier Monitoren werden Einsatzfahrzeuge und ihre Verfügbarkeit dargestellt, Einsatzstellen und weitere relevante Informationen auf der Stadtkarte abgebildet, Einsätze erfasst und Fahrzeuge alarmiert. Im Einsatzfall steuert das Leitsystem automatisch Fahrzeugtore an, löst die Meldeempfänger aus, stellt Telefonverbindungen her, verschickt Faxe oder Emails und ordnet alle wichtigen Informationen dem entsprechenden Einsatz zu. Im Bedarfsfall lässt sich zusätzlich die Darstellung jedes Bildschirms per Beamer auf Leinwände projizieren.

Bei größeren Einsätzen fährt „die Leitstelle“ mit vor Ort. Im ELW2 der Feuerwehr Leverkusen befinden sich zwei weitere, identische Leitstellenarbeitsplätze. Diese können per LAN, Satellit oder auch per ISDN an jedem beliebigen Ort mit dem Leitsystem verbunden werden und autark als vollständige Einsatzleitplätze betrieben werden.

Pro Jahr werden über die Leitstelle ca. 23.000 Rettungsdiensteinsätze und 2.000 Einsätze im Bereich Brandschutz/ Technische Hilfeleistung abgewickelt. Hinzu kommen eine Vielzahl von Anrufen, deren Hilfeersuchen zwar keinen Einsatz der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes auslösen, es aber zu telefonischer Unterstützung durch die Leitstellenmitarbeiter kommt.